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News

The Department of History, University of Vienna, is hosting an international conference to honour our faculty speaker Mitchell G. Ash, who is retiring from his position as Professor of Modern History. The event will take place on 27 September 2016 (PDF)

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DK alumna Birgit Nemec has successfully defended her PhD thesis "Visuelle Kulturen der Anatomie in Wien, 1918-1938. Objektgeschichten von Norm und Reform in einer Stadt der ausklingenden Moderne" on 22 June 2016. Birgit is currently a researcher at the Institute of Medical History and Ethics, University of Heidelberg (D). Congratulations!

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DK alumna Verena Halsmayer will be awarded the Grete-Mostny-Dissertationspreis der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät for her PhD thesis "Modeling, Measuring, and Designing Economic Growth - The Neoclassical Growth Model as a Historiacal Artifact: Ingredients, Construction, Manipulation, Uses, and Interpretation, 1930s-1960s". Congratulations! The awards ceremony will take place on 30 June 2016 (click here for the invitation). Verena is currently a research assistant at the Department of Cultural and Science Studies (Chair: Prof. Dr. Christoph Hoffmann) of the University of Lucerne.

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DK alumnus Björn Henning has been awarded a Dissertationspreis der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft for his PhD thesis "Die frühe wissenschaftliche Philosophie von Moritz Schlick: Theoriewahl durch Einfachheit in der Zeit der 'deutschen Mandarine'", which he wrote during his time at the DK. Congratulations!

 

 

Featured Project: What does it mean to be an empiricist today? A critical discussion of Bas van Fraassen's recent work

Opens internal link in current windowRaffael Krismer

Since the 1970’s, Bas van Fraassen has been one of the most influential figures in the philosophy of science. His most famous book The Scientific Image (1980) has become a classic in the field, and the position he developed there, Constructive Empiricism, is still regarded by many as the most profound challenge to scientific realism. 

Van Fraassen’s work is, of course, not reducible to the positions advanced in The Scientific Image, and much time has passed since its original publication. Over the last few decades, he has updated, revised, and refined his philosophical stance in multiple ways. But he has done so without deviating from his empiricist path. Now is a good time to examine the rich and detailed picture that emerges from these efforts.

Arguably, much of his work culminates in his Scientific Representation: Paradoxes of Perspective (2008). There, van Fraassen discusses a variety of issues, such as the hotly debated topic of scientific representation, the notion of perspective, questions about measurement, and he also proposes an empiricist version of structuralism. Towards the end of the book, a new solution to the famous ‘measurement problem’ of quantum mechanics is advanced.

Because of its scope, Scientific Representation will be the main focus of my attention. Many to most of his views are, however, rooted in his earlier work, such as in his Quantum Mechanics (1991), or in his The Empiricist Stance (2002), and those will be taken into consideration as well. The question, What does it mean to be an empiricist in the 21st century?

 

Public Lecture by Prof. Mitchell G. Ash

Wed, 19 October 2016, 5:15 pm @ DK-Besprechungszimmer UZA-2H360

Wissenschaftswandlungen in politischen Umbruchzeiten: Gedanken zur Weiterführung eines langjährigen Forschungsprojekts

1990-1991 war ich als Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin Zeuge des ereignisreichen ersten Jahres der deutschen Vereinigung und auch teilweise Augenzeuge der Folgen dieser Ereignisse für die Neugestaltung der Hochschul- und Wissenschaftslandschaft in Berlin, in den neuen Bundesländern sowie in der neuen Bundesrepublik insgesamt. Bereits 1991 konzipierte ich ein vergleichendes Projekt, eine historische Studie der Neugestaltung des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik in politischen Umbruchszeiten. Damals hatte ich lediglich die vier Umbrüche der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert, die mit den Daten 1918, 1933, 1945 und eben auch 1990 symbolisiert werden, im Visier. In den folgenden Jahren publizierte ich Aufsätze über Wissenschaftswandlungen in allen dieser Umbruchzeiten, einen thesenartigen Überblick zu allen vier Umbrüchen im Vergleich (Englisch 1999, Deutsch 2004) sowie mehrere Texte zur analytisch-theoretischen Grundlage des Projekts („Wissenschaft und Politik als Ressourcen füreinander" [2002], Folgetexte 2006, 2010).

Im Vortrag wird dieses Projekt neu aufgegriffen und Reflexionen zum Ressourcenansatz sowie zum Gegenstand desselben, namentlich zur Frage nach der Einbeziehung der vielen Umbrüche der österreichischen Geschichte im 20. Jahrhundert, angestellt.

Mitchell G. Ash ist emeritierter Professor für Neuere Geschichte an der Universität Wien und Sprecher der Faculty des Doktoratskollegs.

Guest Lecture (in German) by Prof. Moritz Epple

Wed, 15 June 2016, 5:00 pm @ Hs. 2i, Neues Institutsgebäude (NIG)

Das Theaitetos-Problem: Überlegungen zu einer Geschichte schwacher Wissensbestände

Während Philosophie und Wissenschaftsgeschichte lange Zeit Wissen und Wissenschaft als ein Phänomen besonderer epistemischer oder sozialer Stärke interpretiert haben, weisen viele neuere Studien darauf hin, dass sowohl in Phasen der Entstehung wie auch in vielen anderen Situationen historische Wissensbestände fragil, marginal, epistemisch defizitär oder in anderer Hinsicht schwach sind. Der Vortrag stellt einen Rahmen vor, innerhalb dessen eine Arbeitsgruppe des Frankfurter SFB 1095 den Formen und Funktionen schwacher Wissensbestände aus verschiedenen Perspektiven nachgehen möchte. Um diesen Rahmen zu erläutern, werde ich einerseits auf Beispiele aus der "Analysis Situs" oder "Topologie" des 19. Jahrhunderts, andererseits aus dem Feld des Wissens vom Wetter im 18. Jahrhundert zurückgreifen.

Prof. Moritz Epple ist Leiter der Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt/Main.

Guest Lecture (in German) by Prof. Volker Hess

Wed, 1 June 2016, 5:15 pm @ Hs. 2i, Neues Institutsgebäude (NIG)

Die Papiermaschine - klinische Forschung im frühen 20. Jahrhundert

Die Klinik sei nur der Vorhof, das Labor aber der Tempel der medizinischen Wissenschaft, hatte Claude Bernard in seiner berühmten Introduction a l'Étude de la Médicine Expérimentale (1865) knapp und bündig resümiert. Der umgekehrte Weg war jedoch schwer. Die neuen Verfahren und Erkenntnisse ließen sich nur mühsam aus dem Labor in die Klinik überführen. Mehr noch: Wie Christopher Lawrence und andere gezeigt haben, standen viele Kliniker den neuen Laborwissenschaften distanziert bis kritisch gegenüber. Sie waren zwar bereit, diese wie im Falle der Histopathologie oder Bakteriologie für Diagnose und Behandlung zu nutzen, aber nicht, die klinische Medizin den Laborwissenschaften unterzuordnen. In den letzten Jahren wurden einige Studien zur Zusammenarbeit zwischen Labor und Klinik vorgelegt, die auf die Anwendung laborexperimenteller Verfahren in der Klinik abheben, wie beispielsweise die enge Zusammenarbeit zwischen Chirurgie und experimenteller Physiologie bei der Entwicklung der zerebralen Lokalisationslehre (Guenther 2016) oder der Problem-orientierte pragmatische Einbezug laborexperimenteller Praktiken bei der Lösung schwieriger klinischer Fälle (Sturdy 2007).

Mein Beitrag schlägt eine andere Perspektive auf das schwierige Verhältnis von Klinik und Labor vor. Anhand einer größeren klinischen Studie über das hyperkinetische Syndrom (1925) möchte ich exemplarisch erörtern, wie die Beschreibung und Analyse von psychischen Veränderungen nach einem neurophysiologischen Modell reorganisiert wurde, um unabhängig von klinischen Krankheitsbilder pathophysiologische Reaktionstypen zu identifizieren und darzustellen. Die damit verbundenen clinical activities (Risse/Warner 1992) werde ich von der veröffentlichten Studie über die Datenerhebung und -verarbeitung bis hin zur ursprünglichen Beobachtung am Krankenbett anhand der damals verwendeten Materialien Schritt für Schritt rekonstruieren und zur Diskussion stellen. Schließlich wird der Beitrag auch auf das neue narrative der Falldarstellung eingehen, das diese Verwissenschaftlichung des Pathologischen nach sich zog.

Die genaue Rekonstruktion zeigt allerdings, dass Klinik und Labor nicht durch die Implementation laborexperimenteller Forschungspraktiken enggeführt wurden, sondern durch die Mobilisierung der Schreib- und Verwaltungstechniken des Krankenhauses: Vordrucke und Akten, Registratur und Archiv, Schreibstube und Büro, Stenographie und Matrizendrucker bildeten ein Forschungsinstrument, das – vergleichbar einem physiologischen Kurvenschreiber – medizinisches Wissen organisierte, darstellte und generierte. Dieses Ensemble aus einfachen Materialien und Papiertechniken möchte ich als Papermaschine begriffen wissen.

Volker Hess ist Professor für Geschichte der Medizin an der Charité Berlin.

Guest Lecture by Prof. Maria Kronfeldner

Wed, 4 May 2016, 5:15 pm @ Hs. 2i, Neues Institutsgebäude (NIG)

Should we eliminate human nature talk? Essentialism, dehumanization and the elimination question

The concept of human nature is currently under attack: scientifically it has been criticized for relying on outdated essentialist thinking and politically it has been criticized because it facilitates dehumanization. Given post-essentialism and dehumanization, should we stop using the term human nature, i.e., should we eliminate human nature talk in science as well as society? Revisionists claim that the concept of human nature can be freed from outdated essentialist baggage. If so, a successor notion could then be reclaimed for proper scientific usage.

Eliminativists, by contrast, claim that what is left after revision is scientifically useless. Both sides so far mostly ignore the politics of human nature. They ignore that the concept of human nature transgresses the boundary between science and society, with dehumanization as a dark side of the concept’s usage in society. This paper will show that, first, there is no way to get rid of dehumanization and that, second, the elimination question is relying on value-laden epistemic attitudes, in particular clarity and conceptual continuity, which are hard to trade-off. The talk concludes with applying a precautionary principle: given that the risk of misuse is high and the prize of elimination is low, we should eliminate human nature talk.

Maria Kronfeldner is Associate Professor at the Department of Philosophy, Central European University Budapest (HU).

Public Lecture by Prof. Gerd B. Müller

Wed, 6 April 2016, 5:15 pm @ UZA-2H360

Evolving Evolutionary Theory

The standard theory of evolution is undergoing revision. The rise of molecular biology and evolutionary developmental biology, the -omics revolution, the recognition of niche construction theory and of multiple inheritance systems, among other advances in biological research, provide a wealth of new knowledge regarding the mechanisms of evolutionary change. An expanded theoretical framework is necessary for accommodating the novel concepts arising from these fields. This lecture will provide an overview of the Extended Evolutionary Synthesis currently in the making and the debate that has resulted from different approaches to the reform of evolutionary theory.

Gerd B. Müller is Professor of Theoretical Biology at the University of Vienna and a member of the DK Faculty.

Alumni In Conversation

Wed, 16 March 2016, 5:15 pm @ UZA-2H360

A panel on the experiences of internationally successful IK/DK alumni

Miles MacLeod, John Michael and Jan Surman will join current DK fellows and faculty for a discussion on their academic careers during and after their time with the program. 

Miles MacLeod is an Assistant Professor for Philosophy of Science at the Department of Philosophy, University of Twente (NL).

John Michael is Marie Curie Postdoctoral Research Fellow at the Department of Cognitive Science, Central European University, Budapest (HU).

Jan Surman is Postdoctoral Research Associate at the Leibniz Graduate School “History, Knowledge, Media in East Central Europe”, Herder Institute for Historical Research on East Central Europe, Marburg (DE).

 

DK Program The Sciences in Historical, Philosophical and Cultural Contexts
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